Sonntag, 23. Juni 2019

Einmal Karibik und zurück

Nein nicht wir!  

Aber unsere Segelfreunde Marlene und Robert mit ihrer „Romoco“, die wir ein Jahr nach der Verabschiedung in Griechenland wieder an selber Stelle empfangen. Aber davon später.

Von Ephimia aus sind wir in schönen Kreuzschlägen zwischen Ithaka und Kefalonia an die Nordspitze von Kefalonia nach Fiskardo gesegelt. Dort waren wir schon einige Jahre nicht mehr. Fiskardo ist auch so ein Hotspot im ionischen Meer und deshalb immer sehr voll oder sogar überlaufen. Alle Flottillien und Charterer wollen dorthin, ebenso die Schönen und Reichen mit ihren Superyachten. So sieht man dort immer wieder die bekanntesten Segel- und Motoryachten des Mittelmeeres mit ihren illustren Eignern, meist Milliardäre von internationalem Rang. 



Also auch wir mal wieder mittendrin im Pulk der bunt gemischten Yachten. Wir kennen uns aus und finden einen guten und ruhigen Ankerplatz mit zwei langen Landleinen und schauen dem Hafenkino und dem Treiben an Land zu.


Nach zwei Tagen reicht es dann aber wieder und wir segeln in eine einsame Bucht mit klarem Wasser, ohne Netzempfang, also auch ohne Internet. Auch mal wieder schön. 


Nun wollen wir mal wieder nach Astakos ans Festland wo wir die nette Taverne von Elisas und Yannis kennen die uns letztes Jahr so gut verpflegt haben. 

Wir legen an und Skipper Joe wird ob seines Vollbartes von Elias gar nicht gleich erkannt. Aber als er Kapitana Elke sieht ist er vor Freude fast explodiert und hat sie überschwänglich, mit vor Rührung Tränen in den Augen,  fast zerquetscht.

Elias spricht fast kein Englisch und so ist die Unterhaltung auch wegen unserer Defizite der griechischen Sprache nicht ganz einfach. Dennoch erfahren wir, daß sein sehr guter offener Weißwein aus Bio Anbau von eigenen Weinfeldern kommt. Die möchte er uns unbedingt zeigen. Also rein in seinen alten Lada und ab in die Pampa. Wir fahren so etwas 15 km die Landstraße entlang, bis er anhält, den Allrad einlegt, und in ein ausgetrocknetes Flußbett abbiegt. 


Nach einiger Zeit gehts wieder ans Tageslicht und wir stehen vor seinen Weingärten. Stolz erzählt er uns, daß er nur regionale Sorten wie Mapfro Daphne und Robola anbaut. Es sieht alles zwar ganz anders aus als unsere Weinberge zuhause aber es hat was so mitten im Nirgendwo.

Zwischenzeitlich haben wir WhatsApp Kontakt mit Marlene und Robert. 

Letztes Jahr im Juli haben wir die Beiden als letzte hier in Preveza verabschiedet. Ihr Ziel: Ein Jahr Auszeit und mit ihrer Sunbeam 42.1 durchs Mittelmeer, nach Madeira, zu den Kanaren und Kapverdischen Inseln und dann über den Atlantik in die Karibik. Sie haben ihren Traum verwirklicht und sind nun auf dem Rückweg via Azoren, Gibraltar,Balearen,Sardinien,Sizilien direkt auf Heimatkurs Preveza.

Wir wollen die Beiden natürlich gebührend empfangen und so machen wir uns auf den Weg nach Preveza, legen uns an die Stadtmole und flaggen unsere Saphira über Topp für einen gebührenden Empfang.

Pünktlich am Freitagnachmittag läuft „Romoco“ ein und es gibt ein herzliches Willkommen das wir mit ein paar Gläsern Champagner begießen.

Wir wollen den Beiden aber nicht vorgreifen, vielleicht gibt es ja mal einen ausführlichen Reisebericht auf ihrer Romoco Homepage. Die Romococrew genießt auf jeden Fall unseren vollen Respekt ob dieser Leistung.


Wir verbringen noch ein paar Tage gemeinsam bevor Marlene und Robert nach Hause in die Schweiz fliegen und wir uns noch etwas nach Süden aufmachen.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Slowly, slowly


Wie versprochen kommt unsere Starterbatterie am Montag. Alles Bestens. Voll geladen und sofort eingebaut. 


Alles paßt nur noch ein Test. Es ist wieder so wie es sein soll, beim Starten fällt die Spannung nur noch ganz kurz von 12,6  auf 11,6 Volt ab statt wie bei der alten Batterie auf 9,5 Volt. Nach Rücksprache mit unseren diversen Segelfreuden, haben wir die Erkenntnis gewonnen, daß unsere Batterie mit einem Alter von 6 Jahren sogar länger als bei den meisten anderen gehalten hat.


Wir bleiben noch einen Tag vor Anker. Es ist schwachwindig und nur irgendwohin zu 
Motoren wollen wir auch nicht. Wir machen ausgedehnte Spaziergänge, füllen unsere Vorräte auf und bleiben Abends an Bord.


Es gibt was Feines zum Essen und unsere geniale Cockpitlampe beleuchtet angenehm unseren Tisch.


Die kleine LED-Lampe und die praktischen Klettbänder haben wir von unseren Segelfreunden Astrid und Wolfgang von der „Breuckens“ geschenkt bekommen. Macht ein tolles zweistufiges Licht und kann per Handkurbel oder USB Anschluss geladen werden. Vielen Dank nochmals an die Breuckens.

Es hat zwar immer noch wenig Wind, aber wir wollen nun doch weiter. Die eine oder andere Stunde Motorfahrt würde unserer neuen Batterie eh nicht schaden, damit sie richtig vollgeladen wird.

Als Kurs Ithaka die Insel des Odysseus. Wir laufen in die große Bucht von Vathy ein und legen uns wieder an unseren Lieblingsplatz an den Nordkai vor das kleine Restaurant von Sebastian & Dimitris. Hier muß man zwar viel Kette stecken aber bei der abendlichen Düse die dann in die Bucht steht, liegt man sehr sicher und hat den Druck auf den Heckleinen. Kurz nach uns kommt eine Flottille mit 20 Schiffen an alles Engländer, die aber wie gewohnt unter den Seglern sehr freundlich und höflich sind

Wir bleiben zwei Tage und nachdem es deutlich wärmer geworden ist zieht es uns in eine Bucht wo man gut liegt ( vielleicht auch ein frisches Bier bekommt) und baden kann.
Die Windrichtung paßt für „Kastos“ eine kleine Insel Nähe der Festlandseite die nur noch von wenigen Einheimischen und einigen Touristen bewohnt wird.
Der Wind frischt auf und an der Südspitze von Kastos bläst es mit 20 Knoten von Bb. 10 Schiffslängen vor uns segelt eine Najad 460 auf gleichem Kurs und hat wohl den Ehrgeiz vor uns am Ziel, dem kleinen Hafen von Kastos, zu sein. Der Skipper mit seiner hübschen asiatischen Bordfrau haben die Rechnung aber nicht mit unserer S42.1 gemacht.
Meter um Meter holen wir zu dem deutlich größeren Schiff auf und haben die Najad vor dem Hafen eingeholt. 
Wir sind aber fair und lassen ihr genug Raum um vor uns einzulaufen. Platz hat es genug.


Es ist Freitagnachmittag und morgen ist Pfingstsamstag da wird es wohl voller werden. Wir beschließen über die Feiertage hier vor Anker zu bleiben, schwimmen, wandern und lesen sind angesagt. Es wird auch tatsächlich voller. Man merkt, daß auch in Deutschland Pfingstferien sind und dies einige für einen Chartertörn hier nutzen.


Dienstag nach Pfingsten zieht es uns aber weiter, trotz wenig Wind aber Traumwetter um die 30°C und das Wasser hat zwischenzeitlich auch 25°C.

Wir laufen Ephimia auf der Insel Kefalonia an wo wir eine schönen Liegeplatz direkt vor dem „To Perasma“ bekommen. Der Wirt hier kennt uns von den Jahren zuvor, es gibt ein
Anlegerbier und am Abend ein gutes Rabbit Stifado (Hasenbraten in Zwiebelsauce.

Wir wollen zwei Tage bleiben und bei der Gelegenheit Wäsche waschen. Es gibt hier einen „Easy Wash“ Salon zu günstigen Preisen großen und guten Maschinen. Perfekt für uns, haben wir doch bewußt auf eine Waschmaschine zugunsten eines zweiten Fäkalientanks in der Gäste-Nasszelle bei der Ausrüstung unserer Yacht verzichtet. Auch nach 6 Jahren noch eine gute Entscheidung.

Sonntag, 2. Juni 2019

Zwischen den Inseln

Nach einem windigen Tag mit viel Regen, werfen wir am Dienstag bei schönstem Wetter unsere Leinen los und nehmen Kurs auf den Kanal von Levkas. Kaum aus der Tonnenstraße von Preveza empfängt uns ein frischer Westwind. Wir setzen zum ersten Mal dieses Jahr unsere Segel. Unter Vollzeug und flotter Fahrt laufen wir auf den Kanal von Levkas zu. 

Wir sind sogar zu früh dran und müssen warten bis die Brücke sich öffnet ( Einmal zu jeder vollen Stunde für wenige Minuten). Alles ist schon wieder  Routine und so laufen wir unter Maschine den Kanal entlang nach Süden. Ein schöner Kreuzschlag treibt uns an Nidri vorbei. 

Backbord voraus liegt „Skorpios“ die Onassis-Insel. Allerdings von seiner Enkelin Athina für 100 Jahre an eine russische Oligarchentochter verpachtet, die alles weiträumig absperren ließ. Ankern vor der Insel zum Badestop ist fast nicht mehr möglich.

Wir laufen durch die Engstelle in die weitläufige Bucht von Vlycho ein und graben unweit der „Taverne Elena“ unseren Bügelanker in den schlammigen Grund. 

Heute bleiben wir jedoch an Bord. Wir haben in Preveza beim Fischer einen schönen
Barsch erstanden. Den gibt es heute Abend. 


                               Mediterran zubereitet im Backofen. Lecker! 


Am Mittwoch erledigen wir noch ein paar Restarbeiten an Bord bevor wir vom freundlichen Wirt von „Elena“ zum Abendessen begrüßt werden. Nach einem Metaxa aufs Haus fahren wir wieder mit dem Beiboot zu unserem schwimmenden Ferienhaus zurück. 

Donnerstag! Jetzt ist es uns aber nach einer Badebucht mit klarem Wasser. Das hat immerhin schon 23°C zwar noch frisch aber einfach herrlich. 

Unser Ziel die „Sonderegger-Bay“ benannt nach unseren Schweizer Segelfreunden Elisabeth und Walter, die dort oft gelegen sind. Ein kleiner Einschnitt in der Abelike-Bucht von Meganisi. Die beiden Schweizer haben ihre Fortuna, unser Schwesterschiff, leider verkauft und touren jetzt auf 4 Rädern mit einer Straßenfortuna durch Europa.

Wir liegen sehr schön und ruhig. In dieser Ecke ist es um die Jahreszeit noch nicht so voll.


Wir nehmen unseren Watermaker ( macht aus Salzwasser - Süßwasser) wieder in Betrieb und starten auch mal wieder unseren Generator um genügend Strom zu produzieren. Dabei fällt uns auf, daß die Batterie beim Starten einbricht und kurzfristig von 12,5 Volt auf 9 Volt absackt. Das dürfte nicht sein.

Nach Recherchen im Internet und Abfrage einiger Spezialisten vom Mittelmeer-Skipper-Club, müssen wir annehmen daß nach 6 Jahren unsere AGM-Batterie wohl ihrem Lebensende zugeht. 
Einige meinen, daß 6 Jahre eh schon ein stolzes Alter für einen Starterakku wäre.

Also fahren wir am Freitag wieder zurück nach Nidri wo es einige Marineshops gibt, die z.T. sehr gut sortiert sind. 

Vor Anker in der Tranquilbay liegen wir gut und sind in Sichtweite von Nidri. 
Nur wenige Minuten für uns mit dem Beiboot. 

Unser neuer 6 PS Außenbordmotor macht seine Sache gut und schiebt uns schnell zur Anlegestelle.

Unseren Batterietyp hat aber keiner am Lager. Also bestellen! Soll am Samstag oder Montag angeliefert werden. Samstag halten wir schon für sehr sportlich, ist es doch immerhin schon Freitag nach 13 Uhr. Und so kommt es auch, wir werden bis Montag hier bleiben. 

Macht aber nichts, wir sind ja noch voll funktionsfähig und in Nidri gibt es viele Tavernen und Versorgungsmöglichkeiten. 
Zumal man von hier aus schöne Wanderungen in die Umgebung machen kann.


Also gibt es ein gemütliches Wochenende vor Anker.

Sonntag, 26. Mai 2019

Kalimera Griechenland



Unser Flieger dreht extra für uns noch eine Ehrenrunde über Preveza und der Cleopatra-MARINA bevor er zur Landung ansetzt. Griechenland hat uns wieder



Schnell das Gepäck vom Band holen und dann teilen wir uns ein Taxi mit einem Ehepaar zur Marina die nur wenige Minuten vom Airport entfernt ist. 

Der Sicherheitsdienst hat uns auch auf dem Schirm so daß wir kaum 30 Minuten nach der Landung die Leiter zu Saphira hochsteigen die seit Ende September letzten Jahres dort an Land steht.

Es scheint alles o.k. zu sein. Wir klemmen die Batterien an, füllen etwas Wasser auf und dann gehts noch auf ein Willkommensbier am späten Abend ins „Food & More“.

Die nächsten zwei Tage ist erst mal Arbeit angesagt. Eine neue Fernbedienung für den Anker einbauen, den Turbo vom Motor wieder gangbar machen, (eine Fehlkonstruktion von Volvo) sowie weitere Kleinigkeiten, wie Zink-Anoden anbringen und den Propeller beschichten.
Auch das Unterwasserschiff wurde von der MARINA wie vereinbart neu aufgebaut und mit Antifouling gestrichen. Es schaut tadellos aus.

Abends treffen wir uns mit Hanne und Toni von der „Lavica“ die fast zeitgleich mit uns hier angekommen sind.

Am Freitag gehts dann endlich wieder ins Wasser. Kurzer Schreckmoment als der Motor keinen
Strom zum Starten bekommt. Wir haben keinen Schalter vergessen, die Batterien sind in Ordnung es muß also etwas anderes sein. Ein freundlicher Elektriker checkt die verschiedensten Stecker am Motor und plötzlich läuft er. War wohl ein Kontaktproblem.



Dann drehen wir eine Runde durch die Lagune von Preveza, kontrollieren alle Systeme, auch der Turbo scheint gut anzuspringen.

Auf gehts zur Stadtmole von Preveza die dieses Jahr ungewöhnlich voll von Schiffen ist. Mit Mühe finden wir einen Platz zum Anlegen und sehen, das sind lauter Neuankömmlinge wie wir, die hier an der Mole die Restarbeiten erledigen.

Auch wir müssen noch unsere reparierte Windfahne im Masttop montieren, deren Elektronik letztes Jahr durch einen Blitz zerstört wurde. Kapitana Elke meistert die Aufgabe bravourös.


Von Sula und Angelos vom „ Symposio „ werden wir wie alte Freunde wieder herzlich begrüßt. Natürlich kommen wir Abends zum Essen in unsere Lieblingstaverne direkt am Stadtkai.
Auch Hanne und Toni die mit dem Auto hier sind und noch an Land stehen kommen hinzu.

Tags darauf gehts noch zum Basis Einkauf in den Supermarkt. Jetzt sind wir eigentlich fertig zum Start durch die ionische Inselwelt, aber wir bleiben noch etwas, wir haben ja Zeit zu entscheiden wohin der Wind uns treibt.


Donnerstag, 16. Mai 2019

Saisonstart Mai 2019


In wenigen Tagen geht unser Flieger nach Griechenland. Das „eTEPAI“ (eine neue Gebühr zum Befahren der griechischen Gewässer) ist per Internet bezahlt so daß nichts mehr schiefgehen kann. Die Anmeldung übers Internet ist ein kompliziertes Verfahren das man erstmal durchschauen  muß. Typisch Bürokratie eben.

Jetzt hoffen wir, daß vor Ort auch alles erledigt ist. Wir haben einen neuen Unterwasseranstrich (Antifouling) in Auftrag gegeben und dabei wurden Roststellen am Kiel festgestellt. 


Da hat die Werft in Italien 2017 wohl nicht sauber gearbeitet sonst hätten wir unseren Kiel nicht neu versiegeln müssen. Mal sehen wie es ausschaut.


Bild vom Kiel die uns die Werft geschickt hat.


Dann gibt es in den ersten Tagen wie immer einiges zu tun. Sauber machen, auswintern und einige Teile die letztes Jahr kaputtgegangen sind ersetzten und neu einbauen. 

Ende nächster Woche sind wir hoffentlich wieder im Wasser und schauen dann wohin der Wind uns weht.






Montag, 24. September 2018

Saisonende und letzter Reisebericht 2018

Wir waren tatsächlich am 7.September auf dem Weg nach Ithaka. Es herrscht ein stabiles Spätsommerwetter über den ionischen Inseln. Die Luft hat noch bis zu 30°C und die Wassertemperaturen bewegen sich immer noch zwischen 28 und 29°C ideales Badewetter. Leider gibt es bei dieser Wetterlage wenig Wind und so Motoren wir gemütlich Richtung Kioni. Der Watermaker läuft und füllt unsere Tanks wieder mit gutem Trinkwasser.

In der Hafenbucht von Kioni dann die Überraschung. Alles brechend voll, mehrere Flottillien blockieren die guten Plätze. Auch Charterer und Eigner halten Ausschau wo es noch eine Stelle zum anlegen gibt. Kioni ist eben auch so ein Hotspot auf den Inseln.

Uns ist das zu blöde, wir haben auch keine Lust auf Hafenenge und Ankersalat. Also drehen wir ab in Richtung Bucht von Vathy. Hier scheint unser Konzept aufzugehen. An der Nordmole von Dimitri liegt nicht ein einziges Schiff. Normalerweise drängeln sich hier bis zu 30 Yachten um den Kai herum. Wir nehmen den besten Platz und legen uns in die Ecke die uns einst Dieter von der „Inca“ gezeigt hat. 60 Meter Kette zwei Heckleinen eine Vorleine plus eine Spring würden uns reichen den Winter hier zu verbringen. 


Wir bleiben zwei Tage in der völligen Ruhe hier nur noch drei Yachten legen bei uns an. 

Am Sonntag tuckern wir weiter nach Meganisi. Eigentlich wollten wir uns in die „Sondereggerbay“ (benannt nach unseren Schweizer Segelfreunden) legen, jedoch es ist auch hier immer noch sehr voll. Wir finden dann in einem anderen Einschnitt noch einen sehr schönen Platz und legen uns dort vor Heckleinen. Es wird zum Abend voll aber alle Crews sind aufmerksam und vor allem ruhig. Wir bleiben an Bord, Elke kocht Spaghetti mit Kapern und Tuna.


Nach dem Dinner genießt Skipper Joe eine sehr gute „Trinidad Short Robusto Torpedoformat“ die er von dem netten türkischen Segler Memduh bekommen hat. Dazu gibt es einen Weißwein und gute leise Backgroundmusik.

Am nächsten Tag wird es sehr viel ruhiger. Wir haben nicht bedacht, daß am Sonntag fast alle 
Chartercrews in der Umgebung zum ersten Mal nach der Ankunft auslaufen und dann ist Meganisi ein beliebtes Ziel. Wir bleiben drei Tage mit nun wenig Nebenliegern machen ausgedehnte Spaziergänge und genießen das 29° warme Meer.

Am Mittwoch gehts weiter nach Porto Spilia nur um die Ecke. Wir wollen nochmals vor Saisonende zu Babis und seinem Team. Auch dort ist es jetzt ruhiger obwohl sein Anlegesteg voll 
ist aber eben mit Eignern wie wir.


Wir treffen Elke und Martin aus der Steiermark. Wir haben die Beiden hier vor vier Jahren kennengelernt und ab und zu lesen wir voneinander im Mittelmeer-Skipper-Forum. Es werden zwei unterhaltsame Tage in Porto Spilia. Wir verstehen uns blendend mit den zwei sympathischen 
Steirern und wollen uns irgendwann vielleicht auch mal an Land wieder treffen. 

Am Freitag verabschieden wir uns von Babis bis zum nächsten Jahr und legen Kurs auf die Vlycho-Bay bei Nidri nur knappe 5 Meilen entfernt. Wir haben uns mit Gabi und Toni von der „Christine 1“ einer schönen Supermaramu verabredet. Das letzte mal haben wir uns vor ca. 2 Monaten getroffen bevor wir zur Peloponnesumrundung gestartet sind. Gabi und Toni sind seinerzeit Richtung Euböa und nördliche Sporaden aufgebrochen und es gab viel zu erzählen.


Bis 24 Uhr saßen wir bei „ Elena“ in der Vlycho-bay und wurden wieder wie fast immer in Griechenland von den sehr netten Wirtsleuten bewirtet. Einem kurzweiligen Abend folgt eine ruhige Nacht vor Anker bei absoluter Windstille.

Am Samstag wollen wir gemeinsam nach Kap Vargo auch Weizenfeld oder One Tree Bay 
genannt segeln um noch einen Tage in einer schönen Bucht zum Baden verbringen bevor es 
Sonntag oder Montag Richtung Levkas Stadt durch den Kanal geht.

In der „One Tree Bay“ bleiben wir zwei Tage. Traumwetter im September.


Zusammen Mit Gabi und Toni sitzen wir in einer kleinen Strandtaverne und lassen den Nachmittag ausklingen. 


Abends sind wir auf der „Christine1“ zum Grillen eingeladen und dezimieren dabei gleich die 
Rotweinbestände von Gabi und Toni. Einem schönen langen Abend folgt eine ruhige und windstille Nacht.

Gegen Mittag verabschieden wir uns von den Beiden. Sie bleiben noch ein paar Tage zwischen den Inseln. Bei uns wird es Zeit Richtung Preveza zu segeln. Aber zuvor wollen wir nochmals unsere Freunde von der „Pakachi“ treffen die in Levkas liegen um die letzten Arbeiten für Ihre Fahrt nach Sizilien und Tunesien zu erledigen.


Die Freude ist groß als wir die drei Blonden mit ihren Eltern treffen. Abends gehen wir mal wieder Gyros essen zusammen und am nächsten Tag gibt es noch ein Eis für Nils, Romy und die süße 
Lilly. 


Leider müßen wir am frühen Nachmittag die Leinen lösen. Unser Liegeplatz in Preveza wartet. Dar Abschied fällt sichtlich schwer. Vor allem Nils will uns gar nicht gehen lassen und rennt uns noch an der Mole mit einem selbstgemalten Bild hinterher. Wir haben uns beim Ablegen jedoch noch eine Ankerkette eingefangen und unsere Konzentration galt der Kette und dem Anker. So sehen wir Nils nur noch aus der Ferne am Ufer stehen und uns mit seinem Bild nachwinken. Wir hoffen er hat unsere Grüße auch noch gesehen. Die Kinder finden in dem Alter ja sehr schnell wieder neue Freunde.

Wir aber würden uns riesig freuen wenn uns unsere Kurse mal wieder kreuzen. Auf jeden Fall wollen wir Kontakt halten was mit den neuen Medien ja unkompliziert ist.

Durch das etwas komplizierte Anker auf Manöver kommen wir gerade noch rechtzeitig an der Schwenkbrücke von Levkas an um als letztes Schiff vor dem schließen durchzuschlüpfen. Auf der 
Nordseite empfängt uns wie so oft ein frischer NW mit bis zu 20 Kn und so können wir nochmals 
die Segel setzten bevor wir in den betonten Kanal von Preveza einlaufen und an einem unserer 
bevorzugten Plätze an der Stadtmole festmachen.

Mittwoch geht es in  die neue „Preveza Port Marina „ die noch im Bau ist aber die Stege sind fertig, Wasser und Strom funktionieren ebenso die Toiletten und Duschen. Rege Bautätigkeit herrscht überall und nächstes Jahr wird das sicher eine schöne und geschützte Marina.




Es gibt viel zu tun. Segel waschen, Edelstahl reinigen und konservieren. Öl und Filterwechsel an Motor und Generator. Watermaker aufwändig spülen und konservieren und zu guter letzt muß Elke noch ins Masttop unsere elektronische  Windfahne entfernen. 









Immerhin in einer Höhe von 21 Metern dazu hat der Skipper Elke mit der E-Winsch und doppelt gesichert hochgezogen. Bei der Gelegenheit wurden gleich alle Tokles und Splinte kontrolliert und die Edelstahlteil mit Ballistol konserviert.

Bei dem kurzen Gewitter vor über drei Wochen in der bucht von Messolongi gab es einen!!! Blitzeinschlag der sehr nah bei uns war. 

Danach haben wir alles gecheckt und für o.k. befunden. Danach war Buchtenbummeln angesagt weil es auch wenig Wind gab. Als wir wieder segeln konnten, haben wir uns über nicht logische Windanzeigen auf unserem I 70 Instrument gewundert. 

Nach aufwändiger Recherche und mit Servicehilfe von Manfred Ober ( der beste Service im Yachtbereich überhaupt) haben wir festgestellt, daß der indirekte Blitz unseren Geber im Masttop abgeschossen hat. Also abbauen und mit nach Hause nehmen zur Reparatur.

Abends gibt es dann als Belohnung ein gutes Essen im „Symposio“ bei unserer Freundin Sula und ihrem Mann Angelos.

Samstag 22.09.2018

Heute ist Krantermin in der Cleopatra-Marina. Am Nachmittag werden wir für den Winter an Land gestellt, dann gibt es noch Restarbeiten und abdecken mit der großen Persenning. 






Es wird doch noch anstrengend denn es hat immer noch bis zu 32°C tagsüber. Es gibt einfach viel zu tun auf einem Schiff mit so vielen technischen Extras. Aber am Montagabend sind wir bis auf Kleinigkeiten fertig. 
Abends treffen wir uns immer mit Toni und seinem Gast Anton entweder bei Panos oder in der Marina Taverne bei Frieda, Spiros und Xenophon. Dann ist die lange Reise vorbei. 

Am Dienstag 25.9.18 bringt uns der Flieger wieder pünktlich zurück nach Stuttgart.




Resümee:

Wir waren jetzt 4 ½ Monate am Stück unterwegs. Unsere Logge zeigt dieses Jahr knappe 1700 Seemeilen. Der erste Monat von Norditalien bis Griechenland war wechselhaft vom Wetter her und teilweise sportlich zum segeln mit viel Wind von achtern, entsprechender Welle und langen Tagesschlägen.

Seit wir am 1.Juli von Otranto kommend in Erikousa, Griechenland eingereist sind, hatten wir nur einmal! für eine Stunde kräftigen Regen (in Messolongi). Das wars. 

Ansonsten fast 3 Monate Traumwetter. Nur dieses eine kurzes Gewitter mit Regen danach war das Schiff frisch gewaschen und wieder sauber.
Kalkulierbare Winde, herrliche Ankerbuchten, nette Hafenstädte, aufmerksame und überaus gastfreundliche Griechen. 

Wir vermissen den Norden nicht. Vor allem nicht Kroatien, das es den Seglern derzeit  schwer macht dort länger zu bleiben. 

Ganz zu schweigen von den vielen Seglern die wir kennengelernt haben und mit denen wir z.T. lange Tage und Nächte verbracht haben. Alte Freundschaften haben wir wieder aufgefrischt, neue dazu gewonnen.  Es gibt sicher viele davon mit denen wir in Kontakt bleiben werden. Es sind zu aber viel um nochmals alle aufzuzählen. (Einige sind in den zurückliegenden Berichten erwähnt)

Am nachhaltigsten waren sicher die „ Pakatchi Crew“ mit den drei süßen Kindern die wir wirklich ins Herz geschlossen haben und einige Tränen verdrückt haben beim Abschied als Nils uns mit seinem selber gemalten Bild auf der Mole nachgerannt ist und wir nicht mehr anhalten konnten.

Aber auch alle anderen waren eine große Bereicherung in unserem Seglerleben.

Unsere Saphira hat uns nicht im Stich gelassen. Wir hatten nur kleine Reparaturen die mit Bordmitteln zu bewerkstelligen waren. Jetzt freuen wir uns aber auch wieder auf unser festes Zuhause, auf unsere Familien und Freunde und hoffen, daß wir im nächsten Jahr zu neuen Reisen und Abenteuern aufbrechen können.

Allen unseren Lesern und Segelfreunden in der zwischenzeitlich ganzen Welt, sagen wir ein herzliches Take Care, bleibt gesund  bis hoffentlich zum nächsten Jahr.


Eure Joe und Elke Sy Saphira